Biografie

(letztes Update: 11.4.2014)

 

Christoph Richter gehört heute zu den gefragtesten Cellisten und Kammermusikern in Europa. Er spielt regelmäßig mit Künstlern wie András Schiff, Heinz Holliger, Isabelle Faust, Hariolf Schlichtig, Denes Varjon, Alasdair Beatson, Erich Höbarth, Henning Kraggerud, Lars Anders Tomter. Nach seinem Studium bei André Navarra und Pierre Fournier gewann er Preise bei internationalen Wettbewerben (Rostropowitsch und Genf) und spielt seither als Solist mit führenden Orchestern. Er ist immer wieder bei bedeutenden Festivals wie den Pfingstkonzerten Ittingen und den Salzburger Festspielen zu Gast, wo er u.a  „Introduktion, Thema und Variationen“ für Cello und Orchester von Henze uraufführte. Sein großes Interesse an zeitgenössischer Musik brachte ihn dazu, mit Komponisten wie Penderecki, Kurtág, Henze, Lachenmann, Holliger, Reimann und Widmann zusammenzuarbeiten. 2011 leitete er ein Festival in London, das dem Komponisten, Oboisten und Dirigenten Heinz Holliger gewidmet war.

 

2009 spielte er sämtliche Werke für Violoncello und Klavier von Beethoven im Kings Place Beethoven Festival in London, im Brahms-Festival 2012 das Doppelkonzert und im Bach-Festival 2013 sämtliche Solosuiten und die Gambensonaten von Bach.  Weitere Konzerte in der Saison 2013 fanden u.a. in Salzburg, Luxemburg, Graz, Wien, Bonn, London (Recital in der Wigmore Hall) und Seoul (Südkorea) statt.

 

Unter seinen zahlreichen Aufnahmen finden sich Werke von Schumann und Holliger für ECM, Cellokonzerte von Klengel für cpo, das Divertimento für Streichtrio KV 563 von Mozart für Naxos (mit Henning Kraggerud und Lars Anders Tomter), das Streichsextett op.36 von Brahms für Harmonia Mundi (u.a. mit Isabelle Faust und Xenia Jankovic), welches mit dem Diapason D’Or ausgezeichnet wurde.

 

Die Begegnung mit dem großen Geiger Sandor Végh führte zu einer lebenslangen Leidenschaft für Kammermusik, besonders dem Streichquartett. Er wurde Mitglied des Cherubini Quartetts, mit dem er in vielen bedeutenden Sälen weltweit konzertierte. Es entstand eine enge Beziehung zu András Schiff, mit dem er Sonaten, Klaviertrios, -quartette und –quintette spielt und in dessen Kammerorchester Cappella Andrea Barca er seit Gründung im Jahr 1999 Solocellist ist. Dieses Ensemble tritt jährlich in der Mozartwoche Salzburg und im Teatro Olimpico in Vicenza auf und gibt weltweit Gastkonzerte (New York, Wien, Zürich, Brüssel, Genf, Luxemburg und in vielen anderen Städten).

 

Christoph Richter ist Professor für Violoncello an der Folkwang Universität der Künste in Essen und gibt regelmäßig Masterclasses an der Royal Academy of Music in London. Außer der Ausbildung begabter Cellisten widmet er sich auch dem Unterricht von Kammermusikensembles, u.a. an der ECMA (seit Gründung 2004), in Aldeburgh und London (London String Quartet Foundation und ChamberStudio in Kings Place). Als Juror ist er bei internationalen Wettbewerben vertreten, z.B. Haydn Wettbewerb in Wien, London String Quartet Competition (2009 und 2012) und Trondheim Competition in Norwegen.